Braunkohlwanderung des FUN Februar 2026 von Brunsrode Flechtorf nach Hondelage
Die jährliche Braunkohlwanderung des FUN fand am 1. Februar statt. Die Ansichten über das Wetter an diesem Sonntagmorgen waren mit Sicherheit sehr verschieden – Temperaturen bei -5°C, keine Sonne und böiger Wind aus östlichen Richtungen. Der Wind hatte die in der Feldmark liegende geschlossene Schneedecke zusammengepresst, die Wege waren verharscht. Durchaus also unangenehme Bedingungen für eine Braunkohlwanderung, die bei manchem Wanderer auch für Muskelkater gesorgt haben dürfte.
Turnusgemäß war in diesem Jahr Startpunkt der Wanderung die „FUN-Außenstelle“ des aufgelassenen Bahnhofs von Brunsrode Flechtorf der stillgelegten Schuntertalbahn. Der FUN besitzt dort nicht nur das Bahnhofsgelände, auch die Trasse der Schuntertalbahn zwischen Brunsrode-Flechtorf und Querum wurde auf den FUN übertragen. Der FUN entwickelt und pflegt hier ein artenreiches Biotop, ist aber auch für die Wegesicherung an der überlassenen Trasse verantwortlich. Jährlich muss kontrolliert werden, ob Bäume noch standsicher sind oder Bewuchs die angrenzenden Flächen versperrt. Der FUN verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen und geht auf der Braunkohlwanderung die Trasse ab, in diesem Jahr war das östlich von Hondelage gelegene Trassenstück an der Reihe.
Trotz der unangenehmen Bedingungen war die Laune bei den ca. 25 Wanderern gut. In einer langen Schlange kämpften sie sich durch die Feldmark voran. Leider „verloren“ wir früh unseren jüngsten „Mitwanderer“ auf dem Schlitten. Auf Höhe des Sportplatzes von Groß Brunsrode trennte sich unsere Gruppe. Ein Teil ging den bei den Witterungsbedingungen sehr beschwerlichen Weg über die Trasse, die in diesem Bereich direkt an einen Feldrand verläuft. Der andere Teil wählte den schnelleren Weg durch die Feldmark zum ehemaligen Bahnhof Lehre, wo wir auf unsere Mitwanderer warteten. Beanstandungen an der Trasse gab es offensichtlich keine.
Wieder vereint wanderten wir den Fuß- und Radweg entlang der Trasse Richtung Wendhausen und Hondelage. Eine kleine Trink-, Aufwärm- und Klönpause gab es in Höhe der Kläranlage Lehre, dann ging es weiter zur Ziegelofenweide. Vor einigen Jahren hatte Bernd uns über das hier vorhandene Biodiversitätsprojekt informiert – ein Verbund aus Ackerland und artenreichen Grünland. Dieses Mal konnte er uns von ersten Erfolgen berichten. Es gibt inzwischen eine stabile Rebhuhn Population. Bei einem Monitoring wurden auf diesem Areal im vergangenen Jahr 9 Hähne gezählt.
Gegen 13 Uhr erreichten wir nach 3 Stunden Wanderung das NEZ. Die Tische waren gedeckt, das Essen war bereits geliefert und verbreitete den Duft von Braunkohl im Raum. Die Autos wurden noch vom Startpunkt abgeholt, dann haben wir uns erstmal mit Bregenwurst, Tofu und Braunkohl (auch vegan) beschäftigt.
Ohne die vielen Helferinnen und Helfer ist so ein Tag nicht denkbar – Danke an Kerstin für die Organisation, Danke für den Auf- und Abbau und den „Abwasch“ im NEZ, den Fahrerinnen und Fahrer, die uns nach Groß Brunsrode gebracht haben. Die nächste Braunkohlwanderung kann kommen!
Ulrich Heidemann